Nuklearmedizin

  • Für eine nuklearmedizinische Untersuchung (Szintigraphie) wird dem Patienten eine schwach radioaktiv markierte Substanz in die Armvene injiziert, die an ein bestimmtes Molekül gekoppelt ist und sich in der entsprechenden Körperregion einlagert, z.B. Schilddrüse, Skelett, Nieren, Lunge, Herz. Nach der Speicherphase, die je nach Körperbereich unterschiedlich lang ist, wird die Strahlung (Gammastrahlung) gemessen. Dies geschieht mit einer sog. Gammakamera, die sich oberhalb – ggfls. auch unterhalb – des Patienten bewegt.
    In den meisten Fällen sind keine Vorbereitungen nötig. Mit Ausnahme der Myokard(Herz)-szintigraphie können Sie vor der Untersuchung essen und trinken.
    Die Strahlendosis ist sehr gering, vergleichbar etwa mit der einer Lungen- oder Wirbelsäulenaufnahme. Die Injektion ist nicht schmerzhaft und die Substanzen sind nicht giftig. Sie verursachen keine allergischen Reaktionen.

    DIE VORTEILE

    1. Geringe Strahlendosis
    2. Beurteilung von Organfunktionen
    3. Schmerzlose Untersuchung
    4. Frühe Erkennung krankhafter Veränderungen

    Oft kann durch entsprechende Maßnahmen, wie z. B. viel trinken, bei nierengängigen Radiopharmaka die Ausscheidung deutlich beschleunigt werden. Über die entsprechenden Maßnahmen werden Sie bei jeder Untersuchung individuell informiert.

    Wozu dient die Szintigraphie?

    Mit Hilfe der Szintigraphie können Erkrankungen vieler Organe des Körpers diagnostiziert werden. Häufig werden Schilddrüse, Skelett, Lunge, Nieren, Lymphknoten und Speicheldrüsen auf folgende Krankheiten untersucht:

    1. Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose)
    2. Schilddrüsenunterfunktion(Hypothyreose)
    3. Bösartige Tumore der Schilddrüse (Karzinome)
    4. Nachweis bzw. Ausschluss von Metastasen des Skeletts: Metastasen sind Tochtergeschwülste eines bösartigen Tumors.
    5. Entzündliche Veränderungen des Skelettsystems
    6. Verdacht auf frische Knochenbrüche, wenn der Befund des Röntgenbilds fraglich ist.
    7. Untersuchung der Lungendurchblutung (Perfusions-Szintigraphie): Gefäßverschluss oder vor Operation
    8. Untersuchung der Nierendurchblutung zum Nachweis bzw. Ausschluss einer Verengung der Nierenarterie (Nierenarterienstenose)
    9. Seitengetrennte Untersuchung der Nierenfunktion und des Harnabflusses
      Wächterlymphknoten bei Brustkrebs und Hautkrebs
    10. Speicheldrüsenszintigramm z. B. bei chronisch trockenem Mund
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